Datenübertragungsstandard GPRS

GPRS ist die Abkürzung für den Datenübertragungsstandard „General Packet Radio Service“, was auf deutsch „paketorientierter Dienst zur Datenübertragung in Mobilfunknetzen“ bedeutet.

GPRS ist somit der gängige Standard für die einfache Datenübertragung in „klassischen GSM-Netzen“. Der GPRS-Standard wird oft auch als 2,5G bezeichnet, diese Bezeichnung verbreitete sich jedoch erst durch die Einführung des neuen Datenübertragungsstandards UMTS, der in aller Regel als 3G bezeichnet wird (häufig beispielsweise in Werbeanzeigen – etwa „das neue iPhone 3G“, hier bezieht sich das 3G sowohl auf den UMTS-Standard, als auch auf die „Generation“ (Produktionsjahr) des iPhones).

UMTS bietet zwar höhere Übertragungsgeschwindigkeiten als der GPRS-Standard, der GPRS-Datenstandard kann jedoch im Gegensatz zu UMTS flächendeckend in ganz Deutschland genutzt werden. UMTS hingegen ist derzeit nur in größeren Ballungsgebieten verfügbar. Der GPRS-Datenstandard ist somit ein Vorgänger des UMTS-Datenstandards, gleichzeitig ist der GPRS-Standard ein „Konkurrenz-Standard“ zum sogenannten HSCSD-Datenstandard, einem leitungsvermittelten Datenübertragungsstandard.
Während beim Datenstandard HSCSD die Daten gebündelt über das Mobilfunknetz übertragen werden, werden die Daten beim GPRS-Datenstandard in einzelne Pakete zerlegt und anschließend beim Empfänger wieder zusammengesetzt. Dies hat den Vorteil, dass Sie als Nutzer nicht auf eine permanente Datenverbindung angewiesen sind – es werden erst dann Daten gesendet, wenn dies wirklich erforderlich ist, eine Dauerverbindung ist somit nicht erforderlich. Somit zahlen Sie auch nur für das tatsächlich verbrauchte Datenvolumen und nicht etwa für die Zeit, in der Sie zwar mobile Online-Dienste genutzt haben, jedoch keine Daten gesendet bzw. empfangen haben (etwa beim Lesen oder Schreiben einer längeren E-Mail).

© Howard Sandler - Fotolia.com

Die GPRS-Technik ermöglicht eine maximale Datenübertragungsgeschwindigkeit von 171,2 kBit pro Sekunde, was in etwa der 3-fachen maximalen Übertragungsgeschwindigkeit eines herkömmlichen 56 Kilobit-Modems entspricht. Der GPRS-Datenstandard kann dabei für verschiedenste Dienste und Anwendungen genutzt werden, so ermöglicht ein GPRS-fähiges Handy beispielsweise die Nutzung von WAP (Internet über das Handy) sowie das Senden und Empfangen von E-Mails über das Handy, aber auch die Nutzung des „normalen Internets“, bei dem ein Handy als Modem für einen Computer, ein Notebook oder ein Handheld fungiert, ist problemlos mithilfe von GPRS möglich.

Alice Fun 468x60

Kommentieren

Sitemap